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Randnotizen

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Schlemmen in Yuma 
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Start Interviews CAN - 100 Prozent Arthur Vollmer

kanada - 100-prozentig Arthur

Der Karlsruher Arthur Vollmer (75) hatte ein intensives Berufsleben hinter sich. 1988 zog er gemeinsam mit seiner Frau Maria nach Nova Scotia, das Land der Blue Noses, der Blaunasen, wo die Welt noch in Ordnung ist. Ein Gespräch mit Arthur Vollmer von Peter Kensok, Globalscout.


Globalscout: Was hat dich motiviert, mit 58 aus Deutschland auszuwandern und hier eine komplett neue Existenz aufzubauen?

Arthur Vollmer: Der Leitspruch unserer Familie lautet: wir tun, woran wir Freude haben. Sonst machen wir es nicht. Irgendwann wollte ich raus und die Freiheit genießen, jederzeit im Wald spazieren gehen können, mich voll pumpen mit Sauerstoff, basteln und kreativ sein.


Wenn ich etwas tue, dann 100-prozentig, sagt Arthur Vollmer im Gespräch mit dem Kanada-Autoren Ole Helmhausen.Nova Scotia ist etwa 7.000 Kilometer von Deutschland entfernt, und von Halifax bis zu Vollmer's Island Paradise auf der Isle Madame in der Nähe eines der schönsten Tauchressorts außerhalb tropischer Länder sind es nur drei weitere Stunden. "Wenn ich etwas tue, dann mache ich es 100-prozentig", sagt Arthur Vollmer (re.) und wanderte nach Nova Scotia aus. Auf dem Bild zu sehen mit dem Kanada-Autoren Ole Helmhausen.

 

GS: Das alles könntest du jedoch auch im Schwarzwald tun.

Arthur Vollmer: Bestimmt nicht. In Deutschland hatte ich ein Gelände von 1.000 Quadratmetern, und das galt als groß. Hier sind es 100.000 Quadratmeter, und darauf kann ich endlich kreativ sein. Ich lege Wanderwege an, baue Blockhütten und Bänkchen und stelle sie hin, wo es mir gefällt.

GS: Wer besucht euer Ressort?

Arthur Vollmer: Es sind viele Taucher, die nach dem Tanker „Arrow“ vier Seemeilen vor West Arichat tauchen. Andere sind Künstler oder einfach Leute mit Liebe zur Natur, die ein Blockhaus zu schätzen wissen. Schon der Geruch der Roten Zeder ist etwas ganz besonderes. Und es ist still hier. Die Blockhütten sind mindestens 50 Meter auseinander und nach Süden ausgerichtet. Man kann also sehr gut abschalten. Und wenn wir abends grillen und im großen Blockhaus zusammensitzen, kommen die meisten Gäste dazu. Oft wollen sie dann unsere Geschichte wissen. Und ich erzähle sie gerne.

GS: Was sollte jemand können, der nach Kanada auswandert?

Arthur Vollmer: Er sollte vor allem ein Praktiker sein, denn er wird sich häufig selbst helfen müssen. Ich zum Beispiel bin kein Schreiner, aber wenn ich ein wenig nachdenke, dann finde ich heraus, wie man etwas aus Holz bauen kann.

(Text/Bild: Peter Kensok, Stuttgart)



 

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